Schwarzer Pfeffer: Piperin für bessere Bioverfügbarkeit

Schwarze Pfefferkörner auf Holzlöffel

Herkunft und Vorkommen

Der Schwarze Pfeffer (Piper nigrum), auch bekannt unter den Namen Pfefferstrauch, Echter Pfeffer oder einfach Pfeffer, stammt ursprünglich aus Indien, wo er immer noch im großen Stil kultiviert wird. Mittlerweile gehören auch Vietnam, Indonesien, China, Madagaskar, Brasilien und Sri Lanka zu wichtigen Anbauländern. Pro Jahr werden weltweit circa 140.000 Tonnen Pfeffer produziert.

Schwarzer Pfeffer ist eine Kletterpflanze, welche sich an anderen Bäumen emporschlingt und bis zu zehn Meter hoch wachsen kann. Auf großen Pfefferplantagen wird die Pflanze meist an Seilen und Holzpfählen gezüchtet. Aus den kleinen, unauffälligen Blüten des Pfefferstrauchs entwickeln sich 5-6 Millimeter große Steinfrüchte, die rispenförmig herunterhängen und mit ihrer rundlichen Form und roten Färbung ein wenig an Johannisbeeren erinnern. Schwarzer Pfeffer bevorzugt sonnige Standorte mit einer hohen Luftfeuchtigkeit und mäßig feuchten Böden.

Verwendung

Der Schwarze Pfeffer gilt als beliebtestes Gewürz überhaupt und wurde bereits in der Antike als kostbares Gut gehandelt. Aufgrund seiner guten Haltbarkeit eignete er sich perfekt für den Transport über lange Strecken. Mithilfe von Karawanen und über die Seewege des Roten Meeres gelangte er von seinem Herkunftsgebiet, der südindischen Malabarküste in den Mittelmeerraum und von dort aus nach Mitteleuropa. Lange Zeit galt der Schwarze Pfeffer als kostbarstes Gewürz der Welt, welches nur wohlhabenden Menschen vorbehalten war. Der Handel mit dem teuren Gewürz erzielte horrende Gewinne und war der Anlass für berühmte Expeditionen. So erhoffte sich Columbus einen Seeweg nach Indien zu finden, um Pfeffer direkt importieren zu können.

Bis heute ist der Schwarze Pfeffer ein weltweit beliebtes Gewürz, jedoch erlangt er auch als Heilmittel immer größere Beliebtheit. In der ayuverdischen Gesundheitslehre ist Schwarzer Pfeffer schon seit Jahrhunderten ein fester Bestandteil und soll Abhilfe bei zahlreichen Leiden, wie Erkältungen, oder Magen-Darm-Beschwerden verschaffen.

Zu den “echten” Pfeffersorten gehören neben dem Schwarzen Pfeffer auch der Grüne, Weiße und Rote Pfeffer. All diese Sorten gehören zur gleichen Pflanzenart und unterscheiden sich lediglich in Geschmack und Färbung, welche durch einen unterschiedlichen Erntezeitpunkt und eine andere Verarbeitung entstanden sind. 

Für den Schwarzen Pfeffer werden die Pfefferfrüchte kurz vor ihrer Reifung gepflückt und anschließend sonnengetrocknet, wodurch die schwarze Färbung und die typische, schrumpelige Oberfläche entstehen. Grüner Pfeffer wird sehr früh geerntet und anschließend gefriergetrocknet oder in einer Salzlake eingelegt, weshalb die grüne Farbe erhalten bleibt. Im Vergleich zum Schwarzen Pfeffer schmeckt der Grüne Pfeffer weniger aromatisch, dafür umso fruchtiger. Für den den scharfen Weißen Pfeffer werden die reifen Früchte in Wasser eingelegt, damit sich das äußere Fruchtfleisch löst und lediglich der Steinkern erhalten bleibt. Der seltene rote Pfeffer schmeckt nicht nur scharf, sondern auch süßlich, weil er lange Zeit in der Sonne gereift ist und daher seine rote Färbung erhält. Da man diese Sorte nur per Hand ernten kann, gehört der Rote Pfeffer zu den teureren Sorten.

Der ebenfalls sehr beliebte “Rosa Pfeffer” gehört nicht zur botanischen Familie des Schwarzen Pfeffers, sondern stammt vom brasilianischen oder peruanischen Schinusbaum. Auch Cayenne-Pfeffer hat nichts mit dem Pfefferstrauch gemein, sondern ist ein Gewürz aus gemahlenen Chilis der Sorte Cayenne.

Wirkstoffe und Eigenschaften

Seinen charakteristischen scharfen Geschmack verdankt der Schwarze Pfeffer dem enthaltenen Alkaloid Piperin. Diesem Stoff werden diverse gesundheitsfördernde Effekte nachgesagt. So soll Piperin unter anderem schleimlösend, antifungal, entzündungshemmend und antioxidativ wirken. Darüber hinaus weist Piperin noch eine weitere interessante Eigenschaft auf. Es gilt als sogenannter Bioenhancer und soll die Bioverfügbarkeit anderer Stoffe erhöhen. So findet Piperin häufig in Kurkuma-haltigen Nahrungsergänzungsmitteln Verwendung und soll die Wirksamkeit des Curcumins um das bis zu zwanzigfache erhöhen. Auch die Aufnahmefähigkeit anderer Vitalstoffe wie Vitamin C, Vitamin A und Selen soll durch Piperin erhöht werden können.

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