Reishi: Wunderpilz aus Fernost

Reishi Pilz auf Baumstamm

Herkunft und Vorkommen

Reishi (Ganoderma lucidum) ist ein holzbewohnender Baumpilz mit der deutschen Bezeichnung Glänzender Lackporling. Die genaue Herkunft des Reishi-Pilzes ist nicht geklärt. Da Reishi in Ostasien schon seit Jahrtausenden Verwendung findet, wird an vielen Stellen berichtet, dass der Pilz dort beheimatet ist. Heute scheint er weltweit verbreitet zu sein und kommt sogar in Deutschland vor. Besonders häufig trifft man ihn in subtropischen Gebieten an, wohingegen er in gemäßigten Zonen eher selten vorkommt. In China und den USA wird er seit mehreren Jahrzehnten im großen Stil angebaut.

Der Reishi-Baumpilz wächst an vielen Laub- und Nadelhölzern und befällt sogar Palmen. Er gilt als sogenannter “Schwächeparasit”, der Bäume besiedelt, die alt oder krank sind. In Asien gedeiht Reishi am liebsten an Obstbäumen, wie Kirschen und Pflaumen. Hier in Deutschland befällt der Pilz häufig Eichenstämme.

Der klangvolle Name Reishi kommt aus dem Japanischen und soll so viel wie “göttlicher Pilz” bedeuten. In China ist er unter der Bezeichnung Ling Zhi bekannt, was mit “Geist-Pflanze” oder “weises Kraut” übersetzt wird und auf die Heilwirkung des Pilzes anspielt.

Verwendung

Reishi ist als Speisepilz eher ungeeignet, da er einen bitteren Geschmack aufweist und sehr hart ist. Er gilt als bekanntester Vitalpilz, also als Pilz, dem eine gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben wird. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird Reishi seit Jahrtausenden als Heilmittel gegen allerlei Beschwerden verwendet und soll die Vitalität und Lebensdauer fördern. Zudem gilt er im ostasiatischen Raum als Glücksbringer und wird auch in der Kunst häufig abgebildet. Seit ein paar Jahren erlangt Reishi auch hierzulande immer mehr Bekanntheit und wird in Form von Tee, Pulver, Kapseln, Tinkturen und Tabletten als Nahrungsergänzungsmittel vertrieben. Darüber hinaus findet Reishi auch als Zusatzstoff in Kosmetika und Pflegeprodukten Verwendung.

Wirkstoffe und Eigenschaften

Der glänzende Fruchtkörper des Reishi-Pilzes enthält über 400 bioaktive Substanzen, darunter Antioxidantien, Vitamine und Mineralien, insbesondere viel Eisen. Von besonderer Bedeutung sind die sulfatierten Polysaccharide, die Triterpene und das Adenosin. Den sulfatierten Polysacchariden wird eine virenfeindliche Wirkung nachgesagt, Triterpene hingegegen sollen die Entzündungswerte im Körper senken sowie antibakteriell wirken. Das Adenosin soll einen beruhigenden und entspannenden Effekt auf die Muskulatur haben. Besonders konzentriert kommen die Substanzen in den Pilzsporen vor. Wie bei so vielen Heilpflanzen lässt sich der gesundheitsfördernde Effekt des Reishi-Pilzes jedoch nicht auf einzelne, sondern auf das Zusammenspiel mehrer Wirkstoffe zurückführen.  

Besonders in der Traditionellen Chinesischen Medizin ist die Liste der Beschwerden, denen mit Reishi vorgebeugt oder Abhilfe verschafft werden kann, lang. Insgesamt soll Reishi das Immunsystem und die Leber stärken sowie den Stoffwechsel anregen. Eine Tasse des Reishi-Tees wird im asiatischen Raum gegen Schlafprobleme und nervöse Unruhe empfohlen.

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