Melisse: Königin der Klostergärten

Melissenblätter

Herkunft und Vorkommen

Die Melisse (Melissa officinalis) stammt aus dem östlichen Mittelmeerraum und Westasien. Ursprünglich war sie von Anatolien bis nach Pakistan verbreitet. Heutzutage trifft man die Melisse weltweit in warmen und gemäßigten Klimazonen an.

Die krautige, bis zu 90 cm hohe Pflanze gehört zur Familie der Lippenblütler und hat wenig Ansprüche an ihren Standort. Sie gedeiht an halbschattigen und sonnigen Plätzen und bevorzugt nährstoffreiche, lockere Böden. Hierzulande wächst die Melisse häufig verwildert an Wegrändern, geschützten Waldlichtungen oder Weinbergen. Zerreibt man ihre Blätter, so entfalten diese ein zitronenartiges Aroma, weshalb die Melisse gemeinhin auch als Zitronenmelisse bezeichnet wird.

Verwendung

Die Melisse hat in unseren Breitengraden eine lange Tradition als Heilpflanze und wurde vermutlich von den Arabern nach Spanien und von dort aus nach Mitteleuropa importiert. Später entpuppte sie sich als Trend-Kraut der mittelalterlichen Klostergärten. Auch im alten Griechenland wurde die Melisse gegen Allerlei Beschwerden eingesetzt und diente zudem als Bienenweide, woher auch ihr Name rührt. Das griechische Wort meli bedeutet nämlich so viel wie Honig.

Heutzutage dient die Melisse als Würzmittel und als Heilkraut. Sie ist sowohl frisch in Töpfen, als auch getrocknet in Form von Tees und Nahrungsergänzungsmitteln erhältlich. Sie verfeinert und garniert Desserts, Getränke, leichte Fisch- und Fleischgerichte, oder Salate. Vielen wird auch der berühmte Melissengeist ein Begriff sein. Ein Destillat aus mehreren Kräutern, welches die Karmelitermönche im Jahre 1611 erfunden haben sollen. Als Würzmittel sollte Melisse am besten frisch verwendet werden, da sie ansonsten ihr typisches Zitronenaroma verliert. Sehr beliebt ist die Melisse auch als Zusatz in Cremes, Salben und Entspannungsbädern.

Wirkstoffe und Eigenschaften

Ihren zitronenartigen Duft verdankt die Melisse dem in den Blättern enthaltenen ätherischen Öl, welches beruhigend und krampflösend wirken soll. Traditionell findet sie daher in der Behandlung von nervöser Unruhe, Schlafstörungen und Magen-Darm-Beschwerden Anwendung. Darüber hinaus enthält die Melisse sogenannte Labiatengerbstoffe, insbesondere Rosmarinsäure, denen antimikrobielle und antivirale Eigenschaften zugeschrieben werden. Aus diesem Grunde wird Melisse äußerlich auch bei der Behandlung von Lippen-Herpes eingesetzt. 

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