Mariendistel: Traditionspflanze seit dem Mittelalter

Mariendistel Blüte

Herkunft und Vorkommen

Die genaue Herkunft der Mariendistel (Silybum marianum) ist unbekannt. Vermutlich stammt die Pflanze aus dem Mittelmeerraum. Heute ist sie vor allem in Südeuropa verbreitet, kommt aber auch in Mitteleuropa, auf den Kanaren, den Azoren, Madeira, den südlichen Ländern der ehemaligen Sowjetunion, Teilen Nordafrikas und in Anatolien vor. Erwerbstätig wird sie auch in Nord- und Südamerika und China angebaut. 

Die Mariendistel, auch Frauendistel, Milchdistel oder Leberpflanze genannt, bevorzugt trockene, sonnige und sandige Standorte. Sie wächst an Wegrändern oder auf Brachland. Ihren schönen Namen verdankt die Mariendistel den weißen Flecken auf ihren Blättern, die man als Milchflecken der Jungfrau Maria deutete. Im Mittelalter ging man deshalb davon aus, dass die Mariendistel die Milchproduktion von Frauen beim Stillen erhöhen könne. Daher rührt auch die Alternativbezeichnung Milchdistel.

Verwendung

Die Mariendistel ist eine uralte Heilpflanze, welche bereits in der Antike verwendet wurde. Ihren großen “Durchbruch” hatte sie im späten Mittelalter, wo sie als Medizin bei zahlreichen Beschwerden eingesetzt wurde. Auch heute ist die Marienwurzel eine wichtige Arzneipflanze der Schulmedizin und alternativen Pflanzenheilkunde. So findet man mittlerweile in jedem Drogeriemarkt Mariendistel-Kapseln, die die Regenerationsfähigkeit der Leber unterstützen sollen. 

In der Frühen Neuzeit bereitete man aus einzelnen Pflanzenteilen Speisen zu. Die Wurzeln und Blüten der Mariendistel wurden gekocht und verzehrt. Das kaltgepresste Mariendistel-Öl wird heute unter anderem als Speiseöl für Salate verwendet.

Wirkstoffe und Eigenschaften

Schon im Mittelalter wurde sie bei diversen Leberbeschwerden empfohlen. Darüber hinaus sollte sie bei Harnwegsinfekten, Zahnschmerzen und Verdauungsproblemen Abhilfe verschaffen

Die Mariendistel gehört zur Familie der Korbblütengewächse, zu denen auch andere bekannte Heilpflanzen, wie Arnika, Echinacea und Löwenzahn zählen. Ihr Hauptanwendungsgebiet als Arzneipflanze liegt bis heute in der Behandlung von Leber- und Gallenbeschwerden, aber auch Verdauungsproblemen. Die Mariendistel-Samen enthalten den Wirkstoffkomplex Silymarin. Silymarin mit seinem Hauptbestandteil Silibinin wirkt membranprotektiv und verhindert, dass Gifte in die Leberzellen gelangen. Außerdem fördert es die Regeneration der Leber, indem es die Produktion der Eiweiße innerhalb der Zellen anregt.

Mariendistel findest du in Happy Energy Boost

Brauner Glastiegel mit keramischem Siebdruck der Sorte Happy Energy Boost von der crooked elements GmbH

Weitere Pflanzen