Kurkuma: Das gelbe Wunder Indiens

Kurkumawurzel und Pulver auf Holzlöffel und in Holzschale

Herkunft und Vorkommen

Kurkuma (Curcuma longa), auch Gelbwurz oder Gelber Ingwer genannt, ist vermutlich in Indien und Südostasien heimisch. Mittlerweile wird er auch in China und den südamerikanischen Tropen kultiviert. Kurkuma gehört zur Familie der Ingwergewächse und ist eine krautige Pflanze, welche bis zu einen Meter hoch wachsen kann. Über der Erde bildet Kurkuma ein sogenanntes Rhizom, welches der bekannten Ingwerknolle sehr ähnelt. Allerdings weist die Kurkuma-Knolle eine intensive gelb-orange Färbung auf. Kurkuma bevorzugt warme und sonnige Standorte sowie ein feuchtwarmes, tropisches Klima und trockene Böden.

Verwendung

Nicht ohne Grund wird Kurkuma als das Lieblingsgewürz der Inder*innen bezeichnet. Indien ist das Land mit der größten Produktion und gleichzeitig dem größten Konsum von Kurkuma. Meist getrocknet und zu Pulver gemahlen, ist die Pflanze schon seit Jahrtausenden ein fester Bestandteil der indischen Küche und unverzichtbar in Curry-Gewürzmischungen. In der südostasiatischen Küche wird er meist frisch verwendet und fein geraspelt. Mindestens so traditionsreich wie seine Verwendung als Würzmittel, ist der Einsatz des Kurkumas als Heilmittel. In der ayurvedischen Gesundheitslehre sowie der Traditionellen Chinesischen Medizin gilt die Pflanze als ein richtiger Alleskönner und soll bei zahlreichen Leiden Abhilfe verschaffen. 

Mittlerweile gilt Kurkuma auch hierzulande als eine Art Trendgewürz, welches nicht nur zum Kochen verwendet wird, sondern auch als Nahrungsergänzungsmittel in Form von Pulvern, Kapseln oder Smoothie-Mischungen erhältlich ist. Sehr beliebt ist auch die sogenannte “Goldene Milch”, ein Getränk, welches ursprünglich aus dem Ayurveda stammt und mit Kurkuma, Milch oder Pflanzenmilch und anderen Gewürzen zubereitet wird. 

Wirkstoffe und Eigenschaften

Der relevanteste Bestandteil im Kurkuma ist das Curcumin, welches der Pflanze die intensive Farbe verleiht und besonders in den letzten Jahrzehnten vermehrt Gegenstand medizinischer Studien wurde. Dabei untersuchten Forscher*innen insbesondere die Verwendung des Kurkumas in der Krebstherapie und bei Depressionen, wobei all diese Studien noch in den Kinderschuhen stecken. Darüber hinaus wird vielerorts die schlechte Bioverfügbarkeit des Curcumins kritisiert, die dazu führt, dass der menschliche Körper nur einen Bruchteil der gesundheitsförderlichen Wirkstoffe aufnehmen kann. Aus diesem Grunde werden Kurkuma-Präparate häufig in Kombination mit Schwarzem Pfeffer vertrieben, da das im Pfeffer enthaltene Piperin die Resorption des Curcumins erhöht. 

In der jahrtausendealten, ayurvedischen Gesundheitslehre Indiens gilt Kurkuma unter anderem als entzündungshemmend, gallentreibend, verdauungsfördernd, antimikrobiell, aufheiternd und schmerzlindernd, woraus sich ein breites Anwendungsspektrum ergibt.

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