Grüner Tee: Grundlage des Matcha Tees

Grüner Tee: Heilsames Getränk aus der Teepflanze

Herkunft und Vorkommen

Die genaue Herkunft der Teepflanze (Camellia sinensis) lässt sich nicht genau bestimmen. Vermutlich stammt sie aus China, Kambodscha oder Assam, einem Bundesstaat im Nordosten Indiens. Einige Quellen gehen jedoch sicher davon aus, dass die Ur-Teepflanze aus der südchinesischen Provinz Yunnan stammt.

Bis heute gilt China mit fast 1,4 Millionen Tonnen pro Jahr als führender Tee-Produzent. Auch Indien, Kenia und Sri-Lanka gehören mit jährlich über 500.000 Tonnen zu den weltweit größten Teeproduzenten. Mittlerweile werden Teepflanzen sogar in Deutschland angebaut. Allerdings können diese hinsichtlich ihres Aromas nicht mit dem Tee aus Fernost oder Kenia mithalten.

Die Teepflanze ist eine Pflanzenart der Gattung Kamelien und gehört zur Familie der Teesträucher. Die wichtigsten Unterarten der Teepflanze sind die kleinblättrige China-Teepflanze (Camelia sinensis var. sinensis) und die großblättrige Assam-Teepflanze (Camelia sinensis var. assamica).

Teepflanzen sind sehr widerstandsfähige, immergrüne Sträucher, welche in der Natur ein bis fünf Meter hoch wachsen und gelblich-weiße Blüten aufweisen. Beim Erntevorgang werden die Teepflanzen in der Regel auf 1,50 m heruntergestutzt. Teepflanzen lieben feuchtwarmes, tropisches Klima mit einer hohen Luftfeuchtigkeit. Sie vertragen aber auch Frost, Kälte und Trockenperioden und können bis zu hundert Jahre alt werden.

Verwendung

Ob Schwarzer, Grüner oder Weißer Tee – alle drei klassischen Tee-Sorten stammen von ein und derselben Pflanze, nämlich der Teepflanze. Die optischen und geschmacklichen Unterschiede lassen sich durch die verschiedenen Anbau- und Verarbeitungsmethoden erklären. Schwarzer Tee erhält durch den natürlichen Gärungsprozess und die vollständige Oxidation eine schwarze Färbung und den charakteristischen, kräftigen Geschmack. Beim Grünen Tee werden die Teeblätter kurz erhitzt, um eine Oxidation teilweise zu verhindern. Die Blätter behalten dadurch ihre grüne Färbung und die meisten Wirkstoffe bei. Für den Weißen Tee werden nur junge Blätter und Knospen verwendet. Er ist besonders wenig oxidiert, sodass ein Großteil der gesundheitlichen Wirkstoffe im Tee erhalten bleiben. Auch Gelber Tee, Oolong, Pu-Erh-Tee und der zu Pulver gemahlene, grüne Matcha-Tee werden aus der Teepflanze hergestellt.

Schon im Jahre 3000 v.Chr. sollen laut chinesischer Überlieferungen erste Teepflanzen existiert haben. Die Verwendung der Teepflanze als Teegetränk war insbesondere unter buddhistischen Mönchen und in der chinesischen Oberschicht populär. Die Zubereitung des Tees war jedoch eine komplett andere als heute. Um 500 n.Chr. presste man die gedämpften Blätter der Teepflanze noch zu einem Teekuchen und kochte diesen dann zusammen mit Gewürzen und Reis. Der klassische Tee-Aufguss, wie wir ihn heute kennen, wurde erst ab dem 14. Jahrhundert populär. Von China aus fand der Tee seinen Weg nach Japan, wo sich ebenfalls eine traditionsreiche Teekultur entwickelte. Erst im 17. Jahrhundert kamen die Europäer*innen über die holländische Ostindien-Kompanie in den Genuss der Teepflanze. Mittlerweile sind die gängigen Tee-Sorten auch hierzulande ein selbstverständlicher Bestandteil der Supermarkt-Regale. Insbesondere in den letzten Jahren lernte man nicht nur die anregenden, sondern auch die gesundheitsfördernden Effekte der Teepflanze schätzen, weshalb sie auch als Zusatz in Pflege- oder Kosmetikprodukten sowie in Form von Nahrungsergänzungsmitteln Verwendung findet.

Wirkstoffe und Eigenschaften

Die für Tee verwendeten Blätter und Blattknospen der Teepflanze weisen zwischen 1 bis 5 % Koffein auf, welches fälschlicherweise oft als Teein bezeichnet wird. In seinem chemischen Aufbau ist das im Tee enthaltene Koffein mit dem des Kaffees identisch, allerdings entfaltet es seine Wirkung deutlich langsamer, da es an Gerbstoffe gebunden ist. Die im Tee enthaltenen Gerbstoffe beruhigen den Magen-Darm-Trakt und regulieren zudem die Koffeinaufnahme, weshalb das im Tee enthaltene Koffein für viele Menschen bekömmlicher sein soll, als das in Kaffee. Darüber hinaus enthält die Teepflanze, abhängig von der Anbau- und Verarbeitungsmethode, Flavonoide, die sich auf das Immunsystem, den Stoffwechsel und das Herz-Kreislauf-System auswirken sowie die Vitamine A, B und B12. Nicht zuletzt ist die Teepflanze auch reich an Catechinen. Dies sind Bitterstoffe mit einem hohen antioxidativen Effekt. Catechinen wird unter anderem nachgesagt den Blutdruck regulieren zu können, die Leber zu schützen, Strahlenbelastung zu hemmen sowie antiviral und antimikrobiell zu wirken.

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